Akkord-Griffsymbole und mehr

Feb 25, 2020 / by Sebastian Brandt / In / Hinterlasse einen Kommentar

Akkord-Griffsymbole und mehr

Noch ein Wort zum (Dominant-)Septakkord (Vierklang)

Während Dur- oder Moll-Dreiklänge in sich ruhen (damit kann z.B. ein Stück beginnen und enden), erzeugt ein Septakkord durch das Hinzufügen eines 4. Tones (der 7. Ton vom Akkord-Grundton aus gesehen => die kleine Septime) immer eine Spannung: Hier ist noch nicht Schluss, da kommt doch noch etwas? In der Tat folgt einem Septakkord am häufigsten der Dur- oder Moll-Dreiklang eine Quinte tiefer. G7 treibt also nach C-Dur oder C-Moll, manchmal aber auch zur Parallele nach A-Moll (Trugschluss) oder sogar tatsächlich als Schlussakkord (Blues).

Wenn nach einem Dm der G7 Akkord gespielt wird, empfiehlt es sich die gemeinsamen Töne d und f (1. und 2. Finger) liegen zu lassen, also nicht nochmal neu anzuspielen, sondern nur den 3. und 5. Finger anzuschlagen.

Dadurch klingt er trotz seiner 4 Töne nicht lauter als die anderen Dreiklänge.

Wegen des generellen Dynamikunterschieds zwischen Drei- und Vierklängen wird bei allen anderen Verbindungen aber immer empfohlen, den eigentlich 4stimmigen Akkord nur 3stimmig (also ohne Quinte sprich den eingeklammerten 2. Finger) zu spielen.

Bisher ging es im Wesentlichen um den Dur-Septakkord. Die Erweiterung mit der Septime ist natürlich auch bei Moll-Akkorden (hier dann aber ohne zwingende Auflösung) möglich.

Von der Klassik bis zum Jazz finden sich ganze Septakkord-Ketten in diversen Songs wieder. Ein schönes Beispiel ist der Jazz-Klassiker »Autumn Leaves« der die gleiche Akkordfolge wie das Hauptthema des Winters aus den »Vier Jahreszeiten« von Antonio Vivaldi hat.

Man sieht hier sehr schön, wie einfach gehalten die Stimmführung sein kann. Weiter dezimieren kann man statt jeweils 2 Tönen mit der Info beide obere oder untere Töne, taktweises Rücken der Basstöne und mit ein wenig Übung verbleibt als quasi eine Info: die typische Standardfolge.

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